Lohnt sich Santiago Chile überhaupt oder solltest du lieber direkt weiterreisen?
Wenn du gerade deine Chile-Reise planst, stehst du wahrscheinlich vor derselben Frage wie wir damals.
Wie viele Tage sollte ich für Santiago Chile einplanen? Reichen zwei Tage? Verpasse ich etwas, wenn ich direkt weiter in die Atacama Wüste oder später nach Patagonien fliege?
Genau diese Fragen haben wir uns vor unserer Reise auch gestellt.
Deshalb möchten wir in diesem Artikel unsere ehrliche Erfahrung mit dir teilen – ohne etwas schönzureden. Denn rückblickend würden wir unsere Route genauso wieder planen.
Warum wir Santiago bewusst kurz gehalten haben
Für uns war von Anfang an klar: Die Highlights unserer Chile Reise liegen in der Natur.
Deshalb wollten wir möglichst viel Zeit in der Atacama Wüste und in Patagonien verbringen. Santiago war für uns eher der Start- und Endpunkt unserer Rundreise.
Wir sind Mitte September mittags in Santiago gelandet, haben uns mit einem Uber auf den Weg zu unserer Unterkunft in Providencia gemacht und anschließend das Viertel und die Innenstadt erkundet.
In der Nacht ging es für uns bereits weiter Richtung Atacama Wüste.
Nach unserem Aufenthalt in Patagonien kamen wir vor dem Rückflug noch einmal für etwas mehr als einen halben Tag nach Santiago zurück.
Und ganz ehrlich? Genau diese Zeit hat für uns vollkommen ausgereicht.
Reichen 2 bis 3 Tage für Santiago Chile?
Aus unserer Sicht: Ja.
Natürlich gibt es in Santiago noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, Museen und Cafés. Wenn du eine klassische Städtereise machen möchtest, kannst du dort problemlos mehrere Tage verbringen.
Wenn dein Ziel aber eine Chile Rundreise ist, würden wir die zusätzliche Zeit lieber in die Natur investieren.
Wir hatten nie das Gefühl, dass wir in Santiago etwas Entscheidendes verpasst haben. Stattdessen waren wir im Nachhinein froh, jeden zusätzlichen Tag für die Atacama Wüste und Patagonien genutzt zu haben.
Haben wir uns in Santiago sicher gefühlt?
Das war tatsächlich eine der Fragen, die uns vor der Reise am meisten beschäftigt hat.
Unsere Unterkunft lag in Providencia – und genau dort haben wir uns während unseres gesamten Aufenthalts sehr wohlgefühlt.
Wir waren tagsüber zu Fuß unterwegs, aber auch am Abend vor unserem Rückflug noch einmal durch das Viertel spazieren. Dabei hatten wir zu keinem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl.
Natürlich gilt auch hier das, was eigentlich für jede größere Stadt gilt: Wertgegenstände nicht offen zeigen und bei längeren Strecken am Abend lieber ein Uber nehmen.
Für unsere Fahrten zwischen Flughafen und Unterkunft haben wir ebenfalls Uber genutzt. Das hat bei uns unkompliziert funktioniert und würden wir jederzeit wieder so machen.
Unser kleiner Metro-Fail – und warum er am Ende gar kein Problem war
Für unsere Fahrten innerhalb der Stadt wollten wir die Metro de Santiago nutzen.
Eigentlich hatten wir geplant, alles über die App einzurichten. Das hat bei uns allerdings überhaupt nicht funktioniert.
Also sind wir einfach zum Serviceschalter in der Metrostation gegangen. Dort hat man uns sofort weitergeholfen.
Wir konnten unsere Bip!-Karten ganz unkompliziert mit Bargeld aufladen und anschließend die Metro nutzen, bis das Guthaben aufgebraucht war.
Im Nachhinein war das sogar eine richtig praktische Lösung.
👉🏻 Unser Tipp: Falls die App bei dir ebenfalls nicht funktioniert, geh einfach direkt zum Serviceschalter. Das spart Zeit und Nerven.
Außerdem ist die Metro deutlich günstiger als jede Strecke mit dem Uber zurückzulegen und eine super Möglichkeit, sich in Santiago fortzubewegen.
Würden wir unsere Reise heute anders planen?
Nein.
Santiago hat uns gut gefallen und wir fanden es schön, die Hauptstadt zumindest kennenzulernen.
Trotzdem würden wir jederzeit wieder nur zwei bis drei Tage dort verbringen und den Rest der Reise für die beeindruckenden Landschaften Chiles nutzen.
Gerade die Atacama Wüste und Patagonien waren für uns die absoluten Highlights der Reise.
Wenn du also gerade überlegst, wo du lieber einen zusätzlichen Urlaubstag verbringen möchtest, würden wir uns immer wieder für die Natur und gegen einen längeren Aufenthalt in Santiago entscheiden.
Unser Fazit
Wenn du eine Chile Rundreise planst, reichen aus unserer Sicht zwei bis drei Tage für Santiago Chile völlig aus.
Wir haben uns insbesondere in Providencia jederzeit sicher gefühlt, konnten die Stadt entspannt mit der Metro de Santiago erkunden und würden auch die Transfers zum Flughafen wieder mit Uber machen.
Rückblickend war Santiago für uns der perfekte Start und Abschluss unserer Reise. Die unvergesslichen Momente haben wir allerdings nicht in der Hauptstadt erlebt, sondern zwischen den Salzlandschaften der Atacama Wüste und den Bergen Patagoniens.
Und genau deshalb würden wir unsere Route heute wieder ganz genauso planen.







